Echtholzböden: Wo ich dabei bin, ist ein Holzboden drinnen!

 

Mit einem Erfahrungsschatz von fast 50 Jahren hat Designer Helmut Perner schon unzählige Quadratmeter Holzboden verplant. Wer mit ihm baut, kommt am Thema Holz nicht vorbei. Denn nicht nur in Privathäusern, auch in Industrie- und Gewerbebauten ist für ihn Holz die erste Wahl, wenn es um Bodenbeläge geht.

JEDER BRAUCHT EINEN NATÜRLICHEN LEBENSRAUM

Biene
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Designer Helmut Perner
(© KAPO) 

Wir haben mit Helmut Perner über die Vorzüge von Holzböden und seine bevorzugte Holzart gesprochen und warum bei ihm jedes Projekt einen Namen bekommt.

Herr Perner, haben Sie in Ihrem letzten Projekt einen Holzboden geplant?
Natürlich!

Warum ist das für Sie so natürlich?
Weil ich mit meinem Erfahrungsschatz von fast 50 Jahren die Vorteile des Holzbodens von Anfang an erkannt habe. Denn wir Menschen brauchen Natürlichkeit, brauchen Raum, um atmen zu können, leben zu können und Räume, die eine Geschichte erzählen. Und ein Holzboden trägt wesentlich dazu bei, dem gesamten Ensemble eines Raums, eines Gebäudes ein stimmiges Bild zu verleihen.

Was war das letzte Projekt, dem Sie mit einem Holzboden einen besonderen Charakter verliehen haben?
Das war eine Firmenniederlassung im Süden von Graz, in der rund 6.000 Quadratmeter Holzboden verlegt wurden. Neben einem Vortragssaal für bis zu 260 Personen gibt es in jedem Stockwerk weitere Seminarräume – alle mit einem Holzboden.

Welcher Boden eignet sich Ihrer Meinung nach ideal für den Objektbau bzw. den Privatbau?
Ich persönlich liebe Eichenböden – sie haben eine lange Geschichte und sind sehr strapazfähig, im Gewerbe- wie im Privatbereich. Aber es gibt natürlich noch eine Vielzahl an anderen Holzarten, die wir gerne für unsere Projekte verwenden. Wichtig ist, dass es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt und ich lebe ja in einem Holzland, da weiß man um die Wertigkeit des Materials Bescheid. Wo ich als Planer dabei bin ist jedenfalls Holz drinnen!

Was ist Ihrer Meinung nach das stärkste Argument für einen Holzboden?
Jedes Projekt, das wir entwerfen dürfen, muss seine Geschichte erzählen. Daher geben wir auch jedem Projekt einen Namen, denn diese Geschichte soll auch weitererzählt werden können. Einen wesentlichen Teil dieser Geschichte bildet der Holzboden – denken Sie nur an alte Schlösser oder Museen. Wenn man über ihre Parkettböden schreitet, gibt der Boden mit seiner Oberfläche, seiner Akustik einen Teil dieser Geschichte und der Energie, die er oft bereits über Jahrhunderte aufgenommen hat, an uns weiter. Diese Lebendigkeit und Energie spiegelt sich in der Seele des Bodens wider.

Sie sprechen von Geschichte, aber wie sieht es mit aktuellen Trends aus? Auch diese gibt es im Bereich des Holzbodens.
Ich mache keine Trends mit. Der Holzboden soll modern sein, aber nicht modisch. In regelmäßigen Zyklen werden gewisse Trends gepusht. Im Prinzip ist es aber ganz simpel: egal was man macht, muss man gut machen, dann hat es auch Bestand. Und der Wertzuwachs einer Wohnung, eines Hauses mit einem guten Holzboden ist wesentlich höher als bei anderen Bauten.

Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Welchen Boden haben sie privat zu Hause?
Natürlich einen Holzboden! Gerade habe ich einen alten Bauernhof, den Moarhof, saniert, ein Herzensprojekt von mir – da liegen mit 14 Mietwohnungen 1.000 Quadratmeter Parkettboden drinnen.

Holz spielt für Helmut Perner immer eine wichtige Rolle in der Gestaltung. © www.foto-augenblicke.at
Helmut Perner hat starke Argumente für den echten Holzboden. © www.foto-augenblicke.at

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